Liegt dein Baby in der Beckenendlage? Das kannst du tun, wenn du dir dennoch eine natürliche Geburt wünschst und einen Kaiserschnitt vermeiden möchtest!

Baby in der Beckenendlage: Kaiserschnitt oder natürliche Geburt?

Viele schwangere Frauen bekommen es mit der Angst zu tun, wenn sie Erfahren, dass ihr Baby in der Beckenendlage liegt. Während der Schwangerschaft beschäftigt sich wohl jede werdende Mutter damit, wie die Geburt ablaufen soll. Viele Frauen wünschen sich dabei vor allem eine natürliche Geburt. Kommt dann die Nachricht, dass das Baby in der Beckenendlage liegt, sieht man eine natürliche Geburt in Gefahr. Ein Kaiserschnitt scheint unvermeidbar. Doch gibt es eventuell noch Möglichkeiten, wie sich das Kind noch drehen kann, wenn es mit dem Po oder den Füßen nach unten liegt?

Doch was bedeutet die Beckenendlage genau?

Die Beckenendlage auch wird auch als Steißlage bezeichnet. Sie bedeutet, dass das Baby zum Ende der Schwangerschaft hin mit dem Po voran im Beckenausgang der Schwangeren liegt. Bis zu einem gewissen Punkt der Schwangerschaft ist das auch völlig normal. Im Normalfall sollte sich das Baby im siebten oder achten Schwangerschaftsmonat von selbst drehen. Bei in etwa 3-5 % der Schwangerschaften dreht sich das Baby allerdings nicht. Auch bei einer Frühgeburt liegen Babys vermehrt in der Beckenendlage, da das Baby sich in diesem Stadium der Schwangerschaft meist noch nicht von selbst gedreht hat.

Die Formen der Beckenendlage

Steißlage

Das ist die häufigste Form der Beckenendlage. Es bedeutet, dass dein Baby mit dem Steiß voran im Mutterleib liegt.

Knie- oder Fußlage

Bei der Knie- oder Fußlage unterscheidet man danach beide Füße nach unten zeigen, oder ob nur ein Fuß nach unten zeigt. Man spricht dann von der vollkommenen oder der unvollkommenen Fußlage.

Steiß-Fußlage

Hierbei handelt es sich um eine Mischung aus der Steiß-und der Fußlage. Das Baby befindet in einer Hochstellung.

Der Kaiserschnitt als einzige Option?

Wie zu Beginn bereits geschrieben, bekommen viele Schwangere Angst, dass eine natürliche Geburt nicht mehr möglich und der Kaiserschnitt unvermeidbar ist. Besonders wenn der große Wunsch bestand, auf natürlichem Wege zu entbinden, ist dies für die Frauen besonders schwierig.

Eine Beckenendlage ist nicht grundsätzlich ein K.O. Kriterium für eine natürliche Geburt. In der Steißlage liegen deine und die Wirbelsäule deines Kindes parallel zueinander. Eine natürliche Geburt ist somit nicht pauschal ausgeschlossen. Allerdings ist das Risiko für Komplikationen höher.

Raus aus der Beckenendlage – Kann man das Baby zum Drehen animieren?

Bespreche mit deinem Arzt, ob es einen ersichtlicher Grund für eine Beckenendlage vorliegt. Falls es den nicht gibt, gibt es Möglichkeiten ab der 34. Schwangerschaftswoche zu versuchen, dein Kind zu motivieren, sich noch zu drehen. Denn dass es sich ab diesem Zeitpunkt noch von alleine dreht eher unwahrscheinlich.

Unsere Tipps, um das Baby aus der Beckenendlage zu bewegen

Ausreichend Bewegung

Was für die gesamte Schwangerschaft gilt, kann jetzt helfen, denn Baby aus der Beckenendlage in eine normale Geburtsposition zu bringen. Bleibe in Bewegung, gehe viel spazieren oder auch schwimmen. Das tut deiner Gesundheit im Allgemeinen gut und erhöht die Chance, dass dein Kind sich doch noch dreht.

Vierfüßler-Stand

Beim Vierfüßler-Stand stützt du dich auf den Händen oder Unterarmen ab und streckst deinen Po weit in die Luft. So motivierst du dein Baby aus dem Becken zu rutschen. Hatte diese Position maximal für 10 Minuten. Danach solltest du noch für 10 Minuten auf der rechten Seite liegen bleiben.

Die indische Brücke

Für die indische Brücke legst du dich auf den Rücken und lagerst Becken und Po hoch. Deine Unterschenkel sollten dabei nach unten hängen. Dies bringt dein Kind in eine unbequeme Position, in der es zur Drehung bewegt werden soll. Halte diese Position ca. 15 Minuten und stehe dann mit Schwung über die Seite auf. Das hilft deinem Baby dabei, einen Purzelbaum zu machen. Wenn diese Übung Schwindel bei dir auslöst, brechen sie bitte sofort ab.

Auch das kann bei einer Beckenendlage helfen

Osteopathie

Eine falsche Haltung der Schwangeren kann eine Beckenendlage fördern. Eine osteopathische Behandlung kann hier Abhilfe schaffen. Zusätzlich wird Platz für eine Drehung geschaffen.

Akupunktur und Moxa

Mittels Akupunktur und Moxen kann ebenfalls versucht werden, das Baby zu motivieren, sich in eine normale Geburtsposition zu begeben.

Licht

Es hört sich auf den Blick vielleicht seltsam an, doch mithilfe einer Taschenlampe kannst du versuchen, deinem Baby zu zeigen welche Richtung sich drehen soll.

Beckenendlage – unser Fazit

Eine Beckenendlage bedeutet nicht zwangsläufig, dass eine Schwangere auf eine natürliche Geburt verzichten muss. Versuche ganz in Ruhe, ab der 34. Schwangerschaftswoche, mit natürlichen Mitteln das Baby zu motivieren sich doch noch in eine natürliche Geburtsposition zu drehen.

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